Ausgangslage
Der Betrieb füllt täglich mehrere zehntausend Fertigpackungen ab. Die Füllmengenkontrolle lief als klassische Stichprobe: Alle zwanzig Minuten nahm eine Mitarbeiterin einige Packungen von der Linie, wog sie an einer Tischwaage und trug die Werte in eine Liste ein. Zwischen den Stichproben blieb eine Unterfüllung unter Umständen lange unentdeckt — mit dem Risiko, ganze Chargen sperren zu müssen. Und wenn die Qualitätssicherung Auswertungen brauchte, hieß das: Listen zusammensuchen und abtippen.
Lösung
Wir haben die vorhandene Kontrollwaage in der Linie an eine individuell entwickelte Prüfsoftware angebunden. Jede einzelne Packung wird im Durchlauf gewogen, gegen die hinterlegten Grenzwerte des jeweiligen Artikels geprüft und bei Über- oder Unterschreitung automatisch ausgeschleust. Alle Messwerte laufen in eine Datenbank und stehen der Qualitätssicherung sofort zur Verfügung.
- Anbindung der vorhandenen Linienwaage — keine Neuanschaffung
- Artikelabhängige Grenzwerte mit Warn- und Eingriffsschwellen
- Automatische Ausschleusung fehlgewichtiger Packungen über die Weiche der Linie
- Statistische Auswertung je Charge: Mittelwert, Streuung, Trendverlauf
- Prüfprotokoll für die Füllmengendokumentation der Fertigpackungen auf Knopfdruck
Ergebnis
Statt jeder zwanzigsten wird heute jede Packung geprüft — eine schleichende Unterfüllung fällt nach Sekunden auf, nicht nach Stunden. Die Reklamationen wegen Füllmengenabweichungen gingen im Beispielszenario um rund 80 Prozent zurück, und weil kein Wert mehr von Hand erfasst wird, ist das Chargenprotokoll für Audits und Kunden in einem Klick erstellt. Die Mitarbeiterin, die früher Listen führte, betreut heute die Trendauswertung — und greift ein, bevor Ausschuss entsteht.